Let's go to Duluth!

June 27, 2015

"Na Hauptsache, die haben ihr Handy," schallt es mir von links entgegen. Natürlich könnte ich auch mal ohne mein Handy leben. Ich hänge auch nicht 24/7 an dem Ding, doch trozdem ist es etwas, dass irgendwie zum Leben dazu gehört. Und selbst wenn ich mal eine Woche ohne Handy leben müsste, ich hätte immernoch all die anderen Dinge, Laptop, Kamera, TV, etc. Eine Woche ohne Technik? Lese ich eben ein Buch, verbringe Zeit mit der Familie, mache all das, dass ich seit Wochen aufschiebe. Putzen, Hausaufgaben, Ausmisten. Doch was, wenn plötzlich nichts mehr da ist? Das Haus weg, alle Klamotten unbrauchbar, die Bücher durchnässt, die Technik zerstört. Plötzlich ist alles, was man hat, der Schlafanzug, den man vielleicht schon seit zwei Wochen trägt. Man hat keine frische Unterwäsche, nur noch das, was man am Körper trägt. Man lebt bei den Nachbarn, schläft in einem alten Kinderzimmer während die Kinder schon längst aus dem Haus sind.
Wenn die Kamera kaputt geht, geht eine Welt mit ihr unter. Man hat lange gespart und steht nun ohne das geliebte Teil da. Genauso mit dem Laptop samt den Bildern der letzten 10 Monate. Gesichert hat man die natürlich auf einer externen Festplatte; blöd nur, dass die neben dem Laptop lag und genauso kaputt ist. Das neue, teure Objektiv, für das man auf so vieles verzichtet hat? Rührt sich nicht mehr. Und das Handy, das wichtigste Kommunikationsmittel, liegt noch oben auf dem Bett während es mit tonnenweise Wasser überschüttet wird.
Plötzlich steht man da, ohne alles. 
Auch wenn ich jetzt, eineinhalb Monate später, einen neuen Laptop habe, Bilder mit einer geliehenen Kamera samt Objektiv machen kann, mir ein neues Grafiktablett gekauft habe und auch den Großteil meiner Klamotten gereinigt zurückbekommen habe; es ist nicht einfach alles wieder gut. Die Bilder fehlen - tausende Puzzleteile die zu meinen Erinnerungen beitragen. Meine Lieblingsjeans vermisse ich immernoch. Die Kette, die ich doch so gern getragen habe und die zu allem gepasst hat, jedoch materiell nicht so viel wert war. Und natürlich das Armband, dass mir eine Freundin vor Ewigkeiten geschenkt hat. Am allermeisten jedoch vermiste meine Mama, die mich tröstend in den Arm hätte nehmen können und mein Papa, der mir ein bisschen Geborgenheit hätte schenken können.
// Meine letzte Reise in Amerika führte mich nach Duluth. Die Natur dort oben, im Norden von Minnesota bei den großen Seen, ist so unglaublich schön. Wasser so weit das Auge reicht und ganz viele Bäume. Der Split Rock Leuchtturm war wirklich toll und der Strand noch zehnmal besser. Da sind auch die Bilder entstanden. Und zum Glück hatte ich mein Handy, sonst hätte ich überhaupt keine Bilder machen können. So ohne Kamera ist es halt doch echt doof :D Außerdem waren wir noch bei den Gooseberry Falls, was man auf Bild 2 und 3 sehen kann. Die letzten vier Bilder im Querformat hat übrigens Jalyn mit ihrer Filmkamera gemacht und ich will auch unbdeingt eine. Und dazu bitte noch eine Dunkelkammer, damit ich meinen Film und die Bilder dann gleich entwickeln kann :D

4 comments

  1. Wirklich schöne Bilder :)
    x

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  2. Die Bilder sind wirklich toll geworden, so viele tolle Inspirationen :)

    Liebe Grüße :)
    http://www.measlychocolate.de

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  3. Schöne Bilder mit sehr schönen Farben ! Ich würde auch so gerne mal nach Minnesota, besonders weil ich dort Verwandte habe, aber was noch nicht ist kann ja noch werden :)
    Liebe Grüße, Inga

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  4. Ich mag die Bilder total, sie sind so schön natürlich
    und irgendwie abenteuerlich! :)

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